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Herrlich, die Woche kann noch mehr versüßt werden als mit einem Metal Gear Rising Revengeance Preview oder? Ein schnittiger Ersteindruck von Kojima Productions' und Platinum Games' neusten Meisterwerk. Funktioniert Metal Gear auch als reines Actionspiel? Hier ist die Antwort!
Ich bin Metal Gear Solid-Fan und bin ebenfalls ein Fan von Hack & Slay-Spielen. Gleichzeitig sind Kojima Productions und Platinum Games die besten japanischen Entwickler auf diesem Planeten. Als Metal Gear Rising vor einem Jahr in einem Trailer vorgestellt wurde, sind mir sprichwörtlich die Kinnladen runtergeklappt. Superschnelle Kämpfe, flüssige Animationen, ein riesiger Metal Gear Ray der in Sekundenschnelle von Raiden zersäbelt wurde. Ich dachte nur: WTF... will ich haben, muss ich spielen. Jetzt konnte ich in das Spiel hineinschnuppern und ich bin geplättet. WOW, Platinum Games und Kojima Production, ihr seit die Besten. Ihr verbindet zwei der coolsten Sachen und macht ein Ultimatives Kick-Ass-Spiel. Okay, Ladies jetzt gehe ich auf das Spiel ein und höre schon auf mit den Lobeshymnen.
MGR:Revengeance spielt 4 Jahre nach Metal Gear Solid 4. Ihr übernehmt die Rolle von Raiden, der schon im umstrittenen MGS 2 die Rolle des Hauptcharakters übernahm. Nach dem Fall der Patriots hat sich die Cyborg Technologie rasend schnell weiterentwickelt. Selbst kleine Staaten verfügen über Cyborg-Technologie. Dies führt dazu, dass ein Wettrüsten und ein Machtkampf zwischen den Ländern auf ein neues entfacht wird. Raiden ist mittlerweile Mitglied des friedensstiftenden Militärunternehmen MSC (Maverick Security Consulting) und versucht mit kleinen Aufträgen seine Familie zu ernähren. Das ist im groben ein kleiner Einblick in das Story-Grundgerüst von Metal Gear Rising, wie weit und wieviel die Story noch zu bieten hat ist noch nicht bekannt. Was ich aber bisher gesehen habe macht Lust auf mehr. Die Inszenierung ist erstklassig, sowohl Kojima Productions als auch Platinum wissen wie man einen Charakter wie Raiden "Cool" in Szene setzt. Wirklich interessant wird es wenn es zum Gameplay kommt, denn wie wir Platinum mittlerweile kennen, sind die Jungs und Mädels, Experten im Action-Genre, siehe Bayonetta und Vanquish.
Man steuert Raiden wie in Bayonetta. Mit dem Linken Stick läuft man, mit dem Rechten dreht man die Kamera. Das was Metal Gear Rising so besonders macht ist der Blade Modus. Mit einem Druck auf die Linke Schulter-Taste, aktiviert man den Blade Modus und die Spielumgebung wird verlangsamt, ähnlich wie die Hexenzeit in Bayonetta. Hier jedoch könnt ihr die Umgebung nach und nach in ihre Einzelteile zerschneiden. Zwar kann nicht alles zerschnitten werden (etwas schade) aber dafür sieht es sehr gut aus und das Gefühl ein mächtiger Ninja zu sein kommt gut rüber, aber das zerschneiden ist nicht nur optisch schön in Szene gesetzt, sondern wird im Kampf überlebenswichtig sein. Hier zerschneidet man einen Gegner in zwei Hälften nur um dann einen Energiestrang aus dem Körper heraus zu reißen mit dem man seine komplette Energie wiederherstellt. Auch das Blocken ist auf dem ersten Blick ungewöhnlich, denn statt wie bei God of War & Co. ein Block-Button zu drücken, drückt man hier im richtigen Moment die entsprechende Richtung mit dem Analogstick und drückt kurz vor dem gegnerischen Schlag den Konter-Button um den Angriff zu parieren. Sprich, ihr seid nur für einen kurzen Augenblick von Angriffen geschützt. Ein Permanentes Blocken ist nicht integriert.
Das mag zwar zu Beginn ungewöhnlich sein, aber nach mehrmaligen Spielen entpuppt sich das Konter-System zur echten Herausforderung, im positiven Sinne. Wenn man erfolgreich mehrere mächtige Angriffe gekontert hat, fühlt man sich wie ein Gott. Dieses Gefühl hatte schon Bayonetta und Metal Gear Rising scheint es auch zu haben. Im Großen und Ganzen ist das Kämpfen in MGR aller erste Sahne, ich muss es ja wissen, schließlich bin ich ein großer Fan des Genres. Ohne geschicktes Ausweichen oder Timing beim Kontern werdet ihr schneller den Game Over-Screen sehen als euch lieb ist. Ob das Kampfsystem auch bis zum Ende motiviert muss man noch abwarten, aber der erste Eindruck ist schon einmal sehr gut. Wer keine Lust auf Kämpfe hat, kann aber auch das Spiel ohne entdeckt zu werden spielen. Dabei müsst ihr euch dem Gegner von hinten nähern und einen Stealth Kill ausführen. Laut Platinum, ist es möglich sich in Kisten zu verstecken und auch Levels beenden zu können ohne Alarm auszulösen. Wieviel Stealth im neusten Metal Gear steckt, ist noch nicht bekannt. In der Spielsession konnte ich bis auf zwei gescripteten Events (da musste ich Kämpfen), komplett unentdeckt agieren. Später soll man kleine Roboter steuern können um sich unbemerkt an den Wachen vorbei schleichen zu können. Aber seien wir doch mal ehrlich, MGS hin oder her, MGR ist von Platinum und in einem Platinum Spiel möchte man stylische Action haben oder?
Grafisch sieht das Spiel momentan gut aus, zwar muss man mit einigen hässlichen Schatten leben und auch das verschwinden von zerschnittenen Objekten ist nicht wirklich Zucker für die Augen, aber der Rest ist stimmig. Die Animationen sind Butterweich, die Effekte rocken, die Charaktermodelle glänzen mit vielen Details und die Action ist rasant inszeniert. Auch die Sound-Abteilung macht einen sehr guten Eindruck. Die Musik ist sehr Rocklastig und teils sogar vertont.
Arthur´s Ersteindruck:
Ja, ja Metal Gear ist so ein Thema, zwar werden Fans enttäuscht sein das man hier kein klassisches Metal Gear bekommt, doch nach so vielen Ablegern kann man ruhig mit der Marke herumexperimentieren und die Richtung die Metal Gear Rising einschlägt scheint genau richtig zu sein. Dank den kreativen Köpfen von Platinum Games und Kojima Productions könnte Metal Gear Rising neue Akzente im Genre setzten. Zwar erwarte ich ein bodenständigeres Spiel als Bayonetta, aber falls die Jungs und Mädels es schaffen bis zum Ende ein ansprechendes und abwechslungreiches Spiel abzuliefern was auch noch in Sachen Story überzeugt, dann könnte selbst Bayonetta ins Schwitzen kommen. Ich bin guter Dinge, dass Metal Gear Rising richtig gut wird.