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In einigen Woche ist es soweit, denn dann steht Dead Space 3 in den Läden. Ich habe mich sehr auf die Anspielsession gefreut und hier sind meine ersten Eindrücke dazu.
Egal was andere Leute sagen, Dead Space 2 war für mich vor zwei Jahren das beste Spiel. Ich war vom ganzen Spiel begeistert. Besonders deshalb, weil die ersten kritischen Stimmen im Netz meinten, dass es zu actionreich und zu ungruselig sei. Fakt ist, wer Dead Space 2 auf Normal spielt sollte sich nicht wundern, dass man zu viel Munition hat, das keine Panik aufkommt und das die Gegner schnell erledigt sind. Bei Horror Games sollte man immer einen höheren Schwierigkeitsgrad anwählen, denn dann und auch erst dann bekommt man die volle Packung Horror serviert. Leider konnte ich in meiner Spielsession von Dead Space 3 nicht den Schwierigkeitsgrad höher stellen, was mir gehörig auf den Senkel gegangen ist. Statt spannende Momente erlebte ich Massen an Gegnern die meinen Fähigkeiten nichts entgegensetzen konnten. Aus dem vorherrschenden und packenden Terror aus Dead Space 2, wurde ein lahmes Ballerfest inszeniert. Versteht mich nicht falsch, die Steuerung ist gleich geblieben, die Grafik, zaubert nochmals schönere Panoramen und gleißende Lichteffekte auf den Screen und die Sound Abteilung hat wiedermal erstklassige Arbeit geleistet. Alles Top, aber auch alles bekannt.
Gut, jetzt ist die Katze aus dem Sack. Ich bin momentan enttäuscht, freue mich trotzdem auf die Fortführung der Geschichte. Als die ersten Infos im Netz landeten und darüber gesprochen wurde, dass Dead Space 3 auf einem Eisplaneten spielt, war ich interessiert. Aber nachdem ich die Präsentation auf der E3 gesehen habe, war meine Lust auf das Spiel verflogen. Noch mehr Action und weniger Horror und ein angekündigter Co-op Modus, sind nicht gerade die Zutaten die Dead Space besser machen würden. Im Gegenteil, ein Co-op Modus zerstört jedes Horror Spiel, siehe Resident Evil 5. Wenigstens hat Visceral Games es geschafft, dem Spieler es selbst zu überlassen ob er nun alleine spielen möchte oder tatkräftige Unterstützung durch seinen neuen Partner sucht. Nun gut, wichtig ist es ob man alleine genau so viel Spass haben kann wie zu den Anfangszeiten und Nein hat es nicht. Der Horror ist verflogen, der Terror auf ein Minimum reduziert und sobald man die ersten Schritte im Schnee unternimmt, einem der Wind um die Ohren peitscht, kommt einem vielleicht noch Spannung auf. Man sieht im dichten Schneesturm keine zwei Meter, bis einem dann doch plötzlich wie aus dem nichts ein Gegner anspringt. Beim ersten mal Cool, beim zwanzigsten mal lahm. Wieso die Entwickler diese Momente so schnell nacheinander abfeuern bleibt mir ein Rätsel. Klar konnte man den Vorgängern das gleiche vorwerfen, aber irgendwie merkt man Dead Space 3 an, dass die Entwickler keine Lust mehr hatten dem Spieler das Fürchten zu lehren (oder sie wurden dazu gedrängt). Jede halbe Minute ein bis zwei Jump Scares und fertig ist Dead Space 3. Aber vielleicht irre ich mich ja auch und es kommt zum Schluss ganz anders und rede hier im kommenden Review über das Spiel des Jahres, auch wenn ich nicht daran Glaube.
Auch wenn mich die ersten Schritte in Dead Space 3 nicht angemacht haben, hat Visceral Games wenigstens ein gutes Feature mit eingebaut. Man kann jetzt seine Waffen selber bauen und modifizieren. Im Laufe der Zeit findet man zahlreiches Gerümpel mit dem man auf kreative Art neue tödliche Waffen herstellen kann. Die Umsetzung ist dabei durchaus gelungen, zahlreiche Parameter zeigen die Stärken und Schwächen der Waffen an und das einsammeln von Metallen usw. kann dazu genutzt werden um auch seinen Kampfanzug zu verstärken. Sprich, es gibt keine Knotenpunkte mehr wie noch in den Vorgängern. Das sieht auf dem Papier noch sehr gut aus, ob es das gesamte Spiel aber deutlich aufwertet werden wir erst im finalen Spiel sehen.
Was mich aber unverständlich zurückgelassen hat ist die
Tatsache, dass Visceral Games unbedingt menschliche Gegner miteinbauen musste. Beim ersten mal konnte ich meinen Augen nicht trauen, beim zweiten mal habe ich das Element schon verflucht. So etwas gehört nicht in Dead Space, sondern in irgendeinen x-beliebigen 08/15-Shooter von der Stange. Auch die einzelnen Gegner machen einen eher schwachen und uninspirierenden Eindruck. Zwar ist es schön, dass sich die Necromorph und die Menschen gegenseitig angreifen, aber in Dead Space 3 wirkt das ganze sehr lahm. Wenn man schon menschliche Gegner einführt, dann auch bitte mit einem vernünftigen Deckungsystem und einer ordentlichen KI, was in Dead Space 3 nicht zu finden ist. Man kann sich zwar hinter Kisten ducken, aber sich an die Wand lehnen ist nicht drin. Wenn ihr schon Dead Space 3 langsam kaputt macht, dann bitte auch mit halbwegs guten Elementen, besser gut geklaut als schlecht selber gemacht.
Arthur´s Ersteindruck:
Man sieht, ich bin enttäuscht und etwas sauer auf Visceral Games. Statt eine Weiterentwicklung es Horrors/Terrors aus den Vorgängern erwartet mich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein lahmer Action Brei mit kurzen "ist Cool "-Momenten. Der einzige Grund warum ich noch Dead Space 3 spielen werde, ist die Geschichte. Das Bauen von Waffen, die tolle Grafik und Präsentation, die Soundkulisse und auch die Steuerung. Alles Super, alles Toll, aber die aufgesetzten Schockmomente, das schwache Monsterdesign, der Co-op Modus und der Fokus auf noch mehr Action zu legen geht mir gehörig auf den Sack. Punkt. Ach ja, Visceral Games, Menschen als Gegner in Dead Space 3: **** You. Ich gebe dem Spiel die Chance sich zu beweisen. Am 7. Februar wissen wir ob Dead Space 3 immer noch die Klasse seines exzellenten Vorgängers aufweist oder ob die Serie einen großen Fall einbüßen muss.