Overblog Alle Blogs Top-Blogs Spiele & Videogames
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Hier geht es Rund um alles was Nerds interessiert: Videospiele, Filme, Serien und so weiter. Schaut rein ;)

Werbung

Filmkritik # Django Unchained

http://moviesblog.mtv.com//wp-content/uploads/movies/2012/10/Django-Unchained-Logo-Banner.jpg

Endlich ist es so weit, ich darf über Django Unchained schreiben. Der Filmmeister Tarantino hat wieder zugeschlagen und serviert uns einen Spaghetti-Western der Extraklasse. Vorhang auf für Django Unchained und dem vielleicht besten Film des Jahres.


Story
Django ist ein Sklave, der im tiefen Süden der Vereinigten Staaten lebt und von seiner Frau Brunhilde getrennt wurde. Dr. King Schultz, ein deutscher Kopfgeldjäger, befreit ihn und macht ihm ein Angebot: Wenn Django ihm hilft, die Brittle Brothers, eine Verbrecherbande, die nur er gesehen hat, zu töten, hilft er ihm im Gegenzug, Broomhilda zu befreien, die auf der Plantage von Calvin Candie arbeitet.


megaartyArthur´s Fazit:
Nach dem Abspann von Inglouries Bastards war mir klar, Tarantino hat es immer noch drauf. Egal was sein nächstes Projekt sein wird, es wird ein Knaller. Fakt ist, Tarantino hat mit Django Unchained wieder meisterhaft bewiesen, dass er zu jeder Zeit alles gibt. Sei es bei der Story, den Charakteren, der Musik, der Kameraführung, dem Schnitt, der Kulisse oder der Ausstattung. Hier bekommt man einen wahnsinnig guten Cocktail serviert. Django Unchained hat mich immer wieder verblüfft, wieviel Aufwand in dem Film steckt. Die Kulisse und die aufwendige Ausstattung sind wirklich aller erste Sahne, nichts wirkt billig oder deplatziert. Kameramann Robert Richardson, der schon seit Anbeginn bei Tarantino hinter der Kamera steht, zaubert wunderbare Landschaftaufnahmen auf die Leinwand, die an Sergio Leone´s Western-Klassiker "The Good, the Bad and the Ugly" erinnern. Auch die typischen schnellen Schwenks und rein/raus Zoomer in den Szenenbildern sind ein Genuss. Was bei vielen Filmen billig aussieht, sieht bei Tarantino aus wie aus einem Guss. Dazu trägt auch die Musik bei, die besonders bei Django Unchained wieder denn Stempel "Cool" aufgedrückt bekommt. Von genialen Stücken wie Luis Bacalov´s Django bis hin zu Annibale e i Cantori Moderni´s Trinity, bekommt der Zuschauer die volle Packung an brillianten Songs geboten. Wer bitte schön schafft es heutzutage einen Western herauszubringen wo Hip-Hop ein musikalischer Bestandteil des Films ist, ohne dabei lächerlich zu wirken? Exakt, niemand, mit Ausnahme von Mr. Tarantino himself.

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2013/1/11/1357931060374/Django-Unchained-010.jpg

Doch jetzt komme ich zur eigentliche Story. Ich bin etwas überrascht, dass Django Unchained etwas Tarantino untypisch ausfällt, was aber nur den Storyaufbau betrifft. Die Geschichte wird sehr linear erzählt und richtet sich von der Erzählstruktur her mehr an Jacky Brown als an Pulp Fiction, Kill Bill & Co.. Im Vergleich zu Inglourious Basterds, hat mich Django Unchained noch mehr beeindruckt. Django Unchained hat dieses mal mehrere Darsteller, die eine hervorragende schauspielerische Leistung abliefern. Natürlich ist auch Christoph Waltz absolut brilliant in Django Unchained und spielt im groben diesselbe Rolle wie in Inglourious Basterds, nur aus der Sicht des Guten. Charmant wie immer und trotzdem Schweinecool, so liebe ich Waltz in der Rolle von Dr. King Schutz. Interessant ist auch die Rolle von Jamie Fox als Django. Ich gehöre zwar nicht zu den größten Jamie Fox-Fans, aber Tarantino hat mit Jamie als Django, ein gutes Händchen bewiesen. Vom stumme Helden, der im Laufe der Zeit immer präsenter wird und in der letzten halben Stunde den Namen Django auch wirklich verdient. Im gesamten Film ist Django auch die einzigste Figur die eine Wandlung vollzieht. Zwar ist Django in der ersten Filmhälfte anwesend und präsent, doch wird er von Dr. Schulz immer wieder überschattet. Ist aber für die Geschichte relevant, damit Jamie Fox genügend Zeit hat, seinen Titelhelden und dessen Namen gerecht zu werden. Gespannt war ich auch auf die Rolle von Calvin Candie, gespielt von Leonardo DiCaprio, und den schwarzen Haussklaven Stephen, gespielt von Samuel L. Jackson. Hier möchte ich Tarantino danken, denn was beide Schauspieler hier leisten ist wirklich beeindruckend. DiCaprio spielt den Bösewicht sehr glaubwürdig und mit vollen Einsatz, zwar ist sein Charakter sehr smart und wohlerzogen, jedoch merkt man ihm an, dass er nicht ganz das Genie im Film ist. Auch das Wohl der Menschen sind ihm egal. Samuel L. Jackson brilliert in seiner Rolle noch mehr als DiCaprio. Ich war überrascht wie abgrundtief böse Samuel "Motherfucking" Jackson sein kann. Er ist nicht nur der Haussklave von Calvin Candie, sondern in meinen Augen auch der eigentliche Bösewicht und der heimliche Star des Films. Leider sind Samuel L. Jackson´s Auftritte zu rar gesät, denn ich hätte mir noch mehr Szenen mit ihm gewünscht, aber gut, vielleicht kommt ja eine Directors Cut Fassung von Django Unchained. Kerry Washington spielt Broomhilda von Shaft und die Frau von Django. Aber bis auf zwei kurze Szenen ist sie mir kaum aufgefallen. Sie füllt zwar ihre Rolle aus, aber mehr auch nicht. Schade, zumal es eine Szene gibt wo Stephen und Broomhilde in einem Raum sind und er  ihr versucht ein Geheimnis zu entlocken. Diese Szene wird leider viel zu schnell abgefrühstückt, hier hätte Tarantino wirklich Spannung aufbauen können wie er es im Intro von Inglourious Basterds getan hat, stattdessen verpufft der Moment.

http://autoimg.clipfish.de/autoimg/b7dca0102a87193c3c4830ae7004a424/512x288/kinoneustart-django-unchained-seen.jpgZu guter letzt möchte ich noch etwas über die Gewalt im Film sprechen. Wenn man Tarantinos Werke kennt der weiß, dass Gewalt in seinen Filmen immer einen wichtigen Platz einnimmt. Sei es das Finale von Reservoir Dogs, die Auseinandersetzung in der Bar von Inglourious Basterds oder die Schwertkämpfe von Kill Bill. Alle seine Filme sind  vom Gewaltgrad her sehr überzogen, wobei seine letzteren stärker davon profitieren als seine Erstlingswerke. Aber der Punkt ist, dass man ein Film wie Django Unchained nicht immer ernst nehmen sollte. Klar gibt es auch hier sehr harte Szenen und auch das Thema Sklaverei und der Umgang von Schwarzen kommt nicht zu kurz, jedoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Django Unchained ein Film ist, der in einer von Tarantino erfundenen Zeit spielt, ähnlich wie in Inglourious Basterds. Django Unchained ist eine Hommage an alte Spaghetti-Western Filme und das sieht man in jeder Szene. Letzten Endes kann ich nur sagen, dass ich geflasht war und das schon lange nicht mehr. Quentin Tarantino schafft es mich immer wieder abzuholen. Seien es die brillianten Dialoge, die wundebar ausgearbeiteten Charaktere, der stimmungvolle Soundtrack oder die tollen Szenarien. Django Unchained ist nicht der beste Western den Ich kenne, dieser Titel bleibt weiterhin bei Sergio Leones Meisterstück "The Good, the Bad & the Ugly", doch dahinter platziert sich Tarantinos "Django Unchained". Der Film liefert über die 165 min. top Unterhaltung, nicht zu lang und auch nicht zu kurz, perfekt für ein Spaghetti-Western dieser Art. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Release der Bluray. Tarantino ist und bleibt der Meister in seinem Fach.

 

protochrisChris' Fazit:

Arthur hat sich diesmal schön ausgetobt und das darf er auch, denn Tarantino hat mit Django Unchained ein weiteres Meisterwerk abgeliefert. Western sind cool, nein, eigentlich sind sie sogar das fast beste Genre auf der Welt... oder doch in dem ganzen verdammten Universum? Ach egal, aber es wurde doch schon alles von meinem Vorredner gesagt: Grandiose Darsteller, ausgezeichneter Soundtrack und alles in allem ein verdammt spannender Film. Die Dialoge sind aber meiner Meinung nach in diesem Film noch um einiges amüsanter als in all seinen anderen Filmen. Allgemein gesehen ist der Film eigentlich sehr lustig, vielleicht sogar seit langem eine neue Western-Actionkomödie, was an so vielen Dingen liegt, die ich aber nicht aufzählen kann, aber vielleicht mal in einem Audioformat näher erläutere. Es gibt aber meiner Meinung nach 2 Manko´s am Film, obwohl ich vorweg noch sagen möchte das ich ihn persönlich unterhaltsamer und besser fand als Inglorious Basterds, der jedoch auch absolut Spitze ist, und zwar zum einen die Tatsache das der Film für ein 16er Rating zu hart und brutal ist, auch wenn der Film versucht diese Brutalität stark zu überzeichnen, und zum anderen, dass man den Film im Original anschauen muss. Was bei Inglorious Basterds wirklich furchtbar "gelöst" wurde, wird in Django ebenfalls sehr halbherzig übersetzt. Jetzt mal im Ernst Leute, was soll den so besonders an einer deutsch sprechenden Sklavin sein, wenn jede "Motherfucking" Person in diesem Film Deutsch spricht? Ich meine, wieso versucht ihr es dann nicht mit Plattdeutsch oder lasst es einfach ganz sein, denn dann kann man der Logik des Django Unchained-Universums folgen. Ansonsten fällt mir im Moment nichts mehr zum Film ein, außer vielleicht... ANSCHAUEN!

 

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post