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Review # The Witcher 2

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Die Mädels und Jungs von CD Project Red haben uns eines der 1.000 Reviewexemplaren von The Witcher 2 geschickt, was uns natürlich sehr gefreut hat, aber das bedeutet nicht, dass wir ihnen dafür eine Extrawurst braten. Was wir also von The Witcher 2 halten.... ach lest es selbst!

 

Der graue Wolf jagt wieder

Der Hexer will eigentlich nur in Ruhe sein Leben an der Seite der Hofmagierin und königlichen Beraterin Triss Merigold genießen, doch er wird immer wieder von Albträumen heimgesucht die Fragen über seine Vergangenheit aufwerfen. Achja, hab ich schon gesagt das er unter Amnesie leidet? Naja, also jetzt wisst ihr es. Aber diese Amnesie ist nicht alles was Geralt von Riva Probleme bereitet, denn er wird auch noch fälschlicherweise als Königsmörder gehalten und verfolgt. Um diesem Irrglauben ein Ende zu bereiten macht sich der Hexer auf den Weg in fremde Welten um den echten Königsmörder ausfindig zu machen und seine Beweggründe herauszufinden. Ich war anfangs noch etwas verwirrt über die Geschichte da ich den Vorgänger noch nicht ansatzweise gespielt habe, aber nach dem ersten Akt legt sich dieses Unwissen denn das Spiel hat es geschafft fast die ganze Hintergrundgeschichte, die für den 2. Teil von größerer Bedeutung ist, in das Spiel nahtlos einzufügen. Mittels Gesprächen mit den diversen Haupt- und Nebencharakteren erfährt immer mehr und mehr vonder Welt und den dort herrschenden Zuständen, seien es die Geschichten über die schon längst ausgestorbenen Drachen oder die der "Wilden Jagd". Anfangs war ich noch recht skeptisch da ich mit sovielen Namen und Orten zugeworfen wurde, dass ich wirklich alle Infos aus jeder Person herausgequetscht habe um erstmal etwas zu verstehen doch wie gesagt, man gewöhnt sich schnell dran. Vorallem überrascht mich das Storytelling auf ganzer Linie. Ich hätte beim besten Willen nicht gedacht das ein Studio mit ihrem zweiten Spiel schon so eine packende Inszenierung hinlegen kann und das dieses Spiel sogar ihre Konkurrenten Skyrim und Dragon Age in den Schatten stellt. Skyrim hat wohl eine tolle bedrückende Atmosphäre und Dragon Age besitzt diese grandiosen Wortgefechte, aber The Witcher 2 hat etwas was bei beiden etwas zu kurz gekommen ist: Das Herz. Man merkt wie viel Mühe das polnische Entwicklerstudio in die Geschichte und die diversen Charaktere gegeben hat, damit sie höchstwahrscheinlich der Vorlage gerecht werden. Aber trotzdem gibt es auch hier ein paar Patzer, denn was die Authentizität des Spiels kaputt macht und den Spieler aus der Welt wirft sind die teilweise schlechten deutschen Synchronsprecher. Es ist wohl nicht wieder so schlecht wie damals bei der Veröffentlichung des Erstlings, aber naja stellenweise musste ich echt den Kopf schütteln. Wieso gibt es sowelche Ausreisser eigentlich? Sind das etwa irgendwelche Passanten die ihr aufgegabelt habt um sie sprechen zu lassen, oder sind das professionelle Sprecher im Halbschlaf? Naja, dies istaber nur eine Kleinigkeit die man mit der Umstellung der Sprachausgabe auf Englisch leicht beheben kann.

 

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Game of Thrones 2.0

Was mir so an dem Spiel mitunter am meisten gefällt ist das grandiose Art- und Character-Design. Der mit Narben übersäte graue Wolf spiegelt meiner Meinung nach in gewisser Weise die dreckige Welt wieder in der er Welt. Die Menschen werden von den Anderlingen, also alles Nichmenschliche wie z.B. Elfen oder Zwerge, weitesgehend getrennt und gehören zu den "Problemen" der Städte. Progrome und öffentliche Exekutionen stehen an der Tagesordnung und geben dem Spiel eine bedrückende sowie kalte Atmosphäre, wobei mich sogar manchmal der ein oder andere "What the Fuck"-Moment erstarren ließ... der Autor Andrzej Sapkowski und CD Project Red wissen wie man eine authentische Welt voller Erbarmungslosigkeit darstellt, was mich jetzt einfach zu bringt zu sagen, dass The WItcher 2 das Game of Thrones der Videospiele ist... naja vielleicht mit etwas weniger Sex und mehr Übernatürlichem, aber trotzdem noch ungemein unterhaltsam. Das dieses Spiel aber unterhaltsam ist liegt vorallem an den sympatischen Charakteren, wo gerade die Zwerge hervorstechen die immer wieder einen flotten Spruch auf Lager haben. Geralt dagegen gehört mit zu den coolsten Protagonisten die ich kenne. Der gute alte Hexer hat smarte Sprüche drauf, ist ein echter Charmeur und bleibt trotzdem noch Bodenständig. Außerdem ist er ein echt guter Überredenskünstler, da er durch den sogenannten "AXII" Zauber andere kontrollieren kann, solange er sie davor gut genug abgelenkt hat... Lucky Bastard. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, außer das der Sex relativ eintönig gestaltet wird und Geralt doch bitte neue Herangehensweisen ausprobieren sollte. Beim ersten Mal denkt man sich noch das er ziemlich gut im Umgang mit den Frauen ist, nach dem 3. Mal will man nurnoch überspringen. Wie wäre es denn mit einem Sex-Talentbaum? Vielleicht im nächsten Add-On The Witcher 2: Enlarged Edition? Mit neuen Fertigkeiten die einem wohl nichts im Spiel bringen, aber die Szenen etwas geschmackvoller gestaltet und mit ein paar mehr Dialogzeilen füllt... oder es so wie bei God of War in einem Minispiel verpackt. Naja, aber zurück zum Art-Design, welches euch leider keine riesige Welt gibt, aber dafür 3 größere beschert die allesamt dafür da sind um erkundet zu werden. Pro Akt habt ihr nämlich ein großes Areal mit jeweils 1-2 Städten und zahlreichen Dungeons, Orten und vorallem Monstern. Die Welt ist meiner Meinung nach sogar von der Größe her ziemlich passend, auch wenn man dem Spiel ankreiden kann das die Grenzen schon ziemlich sichtbar dargestellt werden. Trotzdem kann man sagen, dass die Welt sehr weitläufig und offen ist. Außerdem sind die Settings sehr unterschiedlich da man dichte Dschungelareale, dunkle Katakomben und enge Bergpassagen überqueren muss.Wie ich schon zu Beginn gesagt habe, tolles Art-Design, was sich aber nicht nur in den dreckigen, verwahrlosten oder sogar zerstörten Orten sondern ebenso an den schönen und lebhaften Punkten der Welt kennzeichnet. Das Gegnerdesign ist ebenfalls sehr gut und hält interessante Monster bereit wie die Krabbspinne odie die Erscheinungen. Die Bossgegner sind ebenfalls sehr passend in die Spielwelt eingebunden und werden gut in Szene gesetzt. Naja, vielleicht nervt mich nur diese zwingende Nutzung von Quick Time Events, aber das gehört eher zum Gameplay...

 

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Von IGNI, Schwertern und Zaubertränken

Geralt wäre ja kein Hexer wenn er sich nicht mit seinem verfügbaren Equipment auskennen würde, also greift er nicht nur zu seinen Waffen und der Magie sondern auch zu der Spezialität der Hexer: Tränke! Hexer können mittels der Tränke ihre Stärke auf ein vielfaches steigern, was sich auch beim Spiel bemerkbar macht, denn wenn man auf höheren Schwierigkeitsgraden braucht unser guter Geralt nicht nur viel Training in Sachen Magie- oder Schwertkunst, sondern auch ein paar Aufputschmittel. Das Brauen und Einnehmen der Tränke erfolgt während der Meditation. In diesem Menü kann der Hexer aus vielen verschiedenen Kräutern und Stoffen Tränke zusammenbrauen die ihn anschließend unter die Arme greifen können. Doch auch hierbei ist Vorsicht geboten: Nicht jeder Trank hat nur gute Eigenschaften und kann Geralt in gewisser Hinsicht etwas abschwächen, was man mit anderen Tränken wieder aufheben kann, doch auch hierbei muss man einen Blick auf den Toxitätsmeter werfen. Dieser Balken zeigt an wieviele Tränke Geralt gleichzeitig aktivieren kann, ist der Zähler auf dem Maximum kann er keinen Trank mehr einnehmen. Doch von den Tränken nun zu den Kämpfen, die gerade am Anfang sehr schwer sind, da man bei größeren Gegnergruppen schnell umzingelt wird und man nicht mehr alle Angriffe abwehren kann. Erst im späteren Verlauf erlernt man neue Fähigkeiten wie den Konter, das vollständige Blocken und den Einsatz von Wurfmessern. Der Talentbaum öffnet sich auch erst vollständig ab einem bestimmten Level und ihr erhaltet dann den Zugriff auf die drei Bereiche Schwert-, Magie- und Alchemiekunst. Das gibt dem Spieler die Freiheit sich richtig auf eine der drei Bereich zu spezialisieren, da man bei vielen anderen Spielen am Anfang bei 20 Talentbäumen schon etwas überfordert werden kann. Aber auch Fans der All-Rounder Spielweise, wie ich z.B., können den Hexer mit einigen Vorteilen spielen, doch dadurch muss man sich auch im klaren sein, dass der Zauberer zu kurz kommt wenn man erstmal etwas in die Schwertkunst investiert und man z.B. weniger Energie (Ist im Spiel wie Mana und Ausdauer) zum Kämpfen hat. Alles in allem ist das Fertigkeitensystem rundum gelungen und bietet gerade RPG Neulingen einen ausgezeichneten Einstieg. Was wäre aber ein Spiel ohne ein gescheites Aufwertungssystem der Waffen und Rüstungen? Eigentlich blöd, oder? Naja, CD Project Red hat sich einfach gedacht das diese Aufwertungen wohl einzeln nicht viel verändern werden, aber bei Ausrüstungsgegenständen mit vielen Sockeln der Individualität keine Grenzen setzen. Dann mach ich halt aus meinem lahmen Schuppenpanzer einen Schuppenpanzer mit vielen Resistenzen und Zusatzeffekten und das alles ohne Mittelsmann, also Schmied oder sonstiges, der nochmal Geld dafür abkassieren will. In diesem Spiel lebt man meistens von dem was man findet, man kann das ganze Spiel sogar locker durchspielen ohne einmal zum Händel zu gehen und sich dort mit neuer Ausrüstung einzudecken denn irgendwo findet man schonwieder irgendwas. Ich selbst bin nur sehr selten zum Händler gegangen, eigentlich nur um neue Rezepte für meine Tränke zu kaufen, aber ansonsten gab es für mich keinen Grund neue Waffen zu kaufen denn die guten Sachen kriegt man nur bei Quests oder in Dungeons. Wo wir gerade über Quests und Dungeons reden, diese teilen sich auf in richtige Nebenquest oder die Quests auf dem Schwarzen Brett. Erstere verfolgen eine richtige Geschichte, die sogar stellenweise ziemlich absurd sind und den Spieler einfach nur zum lachen bringen. Die anderen Quests sind eher dazu da um etwas Geld zu verdienen, doch eigentlich braucht man diese höchstens auf einem höheren Schwierigkeitsgrad, ansonsten sollte man sich garnicht darum kümmern. Achja und eine letzte Sache muss ich noch einwerfen und das sind die Quick Time Events. Ja Leute, auch dieses Rollenspiel hat nun Quick Time Events die aber so selten vorkommen und einem beim EInsatz sehr verwirrt dastehen lassen, schon ist der erste Bildschirmtod geschehen und man denkt sich nur: Was zur Hölle war das gerade?

 

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Der graue Wolf muss sich nicht verstecken

The Witcher 2 sieht auch auf der Xbox 360 echt super aus und wartet mit schönen Texturen, wunderschönen Landschaften und vorallem grandiosen Charakteren auf. Ebenfalls anzumerken ist die Tatsache das dieses Spiel sehr schöne Licht- und Schatteneffekte hat, die vorallem in den Dschungel- und Waldabschnitten zum Vorschein kommen. Manchmal möchte man sich beim Anblick dieses Spiels selbst rausgehen und in so einem verwunschenen Wald gehen, voller riesiger Bäume, Tiere und Pflanzen die jemanden ziemlich beruhigen. Dieser Effekt wird außerdem auch durch den Einsatz der Musik unterstrichen die in jeder Hinsicht absolut passend ist und ungemein viel zur Atmosphäre beiträgt. Neben leisen Balladen gibt es auch epochale Orchesterstücke die den Gemütszustand des Hexers, aber auch die des Spielers, in der jeweiligen Situation beschreiben. Nur auch hier habe ich wieder ein paar Sachen gefunden die mich etwas stören, zum einen wären da die Bugs die seit dem letzten Update (Stand: 18. Mai 2012) noch schlimmer geworden sind und stellenweise das weiterspielen unmöglich machen, und zum anderen noch die Abstürze. Also ersteres kann man passieren, denn nicht jeder Entwickler ist ein Gott, aber diese Abstürze sind sehr nervig und treten ca. alle 4-5 Stunden auf. Da denkt man sich natürlich erstmal das es kein Problem ist, denn schließlich gibt es ja eine automatische Speicherfunktion, aber Pustekuchen! Die automatische Speicherfunktion verrichtet ihren Job nur alle Jubeljahre und gerade wenn ihr mal wegen eines dummen Fehlers sterbt regt ihr euch im nächsten Moment darüber auf wie unfair es ist das ihr nochmal 20 Minuten Spielzeit verloren habt. Bitte CD Project Red, kümmert euch um die Bugs und vorallem um das Speichersystem, denn auf einem höheren Schwierigkeitsgrad kann das echt zur Qual werden.

 

protochrisChris' Fazit:

Naja, ich habe wohl am Anfang gesagt das ich das Spiel auch jeden Fehler ankreiden werde und es nicht besser behandeln werde als andere Spiele, doch CD Project Red hat mit diesem Titel sogut wie keine Fehler gemacht. Es ist ein ausgezeichnetes Rollenspiel und ist meiner Meinung auch eines der besten westlichen Rollenspiele das ich kenne, denn es punktet nicht nur mit einer grandiosen Story sondern auch durch eine tolle Kulisse und einem rundum gelungenen Gameplay. Die Essenz von traditionellen Fantasygeschichten und vorallem das Design machen aber aus dem Spiel absolut geniales Rollenspiel. Ich bin schon jetzt gepannt wie es weitergeht und will eigentlich jetzt schonwieder Hand anlegen, denn durch die verschiedenen Möglichkeiten in der ganzen Geschichte und die vielen verschiedenen Orte hat das Spiel einen wirklich unglaublich hohen Wiederspielwert, was für ein Rollenspiel das A und O ist. Ich kann mich an dieser Stelle nurnoch bedanken das unser Blog dazu auserkoren wurde eines der 1.000 Reviewexemplare zu erhalten und an dieser Stelle gibt es nurnoch folgenden Tipp: Schiebt ein paar Patches nach, macht ein Add-On und arbeitet intensiv an einen Nachfolger, denn dass was ihr bis jetzt abgeliefert habt gehört zur Oberklasse der Rollenspiele! 

 

The Witcher 2 ist für Xbox 360, PS3 & PC erschienen.

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