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Review # Resident Evil Revelations

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Der 3DS hatte wirklich kein herausstechendes Start Line-Up und auch die nächsten Monate waren eher mager, doch mit Resident Evil Revelations will Nintendo zeigen das sie auch den Hardcore Gamer anspricht. Aber ist der Titel überhaupt ein guter Schocker oder eine Schlaftablette?

 

Schon wieder die alte Leier

Resident Evil lief, bis auf ein paar indizierte Ausnahmen, eigentlich immer nach dem üblichen 08/15-Schema ab. Zuerst wurde man auf eine Mission geschickt, dann hat man ein Labor gefunden das entweder der Umbrella Corporation oder Tricell gehört hat und schlussendlich wird alles per Selbstzerstörung gesprengt. Währenddessen gleicht das Spektrum der Charaktere, der einer Seifenoper. Verrat durch deine Kameraden und der Drang nach Macht waren gerade Aushängeschilder für die Resident Evil-Reihe, aber versteht micht nicht falsch, ich finde es echt unterhaltsam und nicht jedes Spiel braucht eine epische, psychologische oder überhaupt schlüssige Story solange es irgendwie coole Charaktere oder ein innovativer Style besitzt. Aber irgendwie langweilt mich der neuste Ableger schon vorallem wenn man bedenkt, dass ich schon nach einer halben Stunde, also ca. 2 Episoden, wusste wer der Bösewicht ist und wer mich verraten wird. Nach 2 verdammten Episoden! Capcom, holt euch neue Storywriter... bitte, denn wenn ein neuer Ableger angekündigt wird möchte ich auch ein bisschen mehr nachdenken und ein bisschen weniger offensichtliche Handlung. Was ich außerdem echt sehr uncool finde ist einer der neuen Charaktere und zwar Jessica. Sie ist nicht nur total uninteressant, sondern sie ist auch einfach nicht interessant. Jaja, aber doppelt gemoppelt hält ja bekanntlich besser. Wie dieser Charakter, der meiner Meinung nach die Charakterschwächste Frau in der ganzen Resident Evil-Reihe ist. Da kann sie auch mit ihnen sexy Kurven nichts ausbessern und eigentlich überzeugt mich das manchmal schon, but hmmm.... nönönönö. Wer mir aber ungemein sympatisch ist sind Parker, Quint und Keith. Diese drei Recken haben nicht nur Humor sondern sie vermitteln mir auch das Gefühl das es immernoch Charaktere gibt die eine gute Balance zwischen Albernheit und Pflichtbewusstsein gefunden haben, was sich auf dem ersten Blick sehr normal anhört, aber bisher nur bei einer handvoll Charakteren erkennbar ist. Unsere alten Bekannten Jull Valentine und Chris Redfield sind immernoch genauso drauf wie immer und gefallen mir auch so am meisten.

 

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Schießen, erkunden, Rätsel lösen, schießen...

Das Gameplay hat sich seit dem 4. Ableger in der Reihe etabliert und dewegen gilt auch im 3DS-Ableger Schulterperspektive, Panzersteuerung und Quicktime-Events. Da wir Resident Evil-Veteranen sind, und keine hohe Rente bekommen, konnten wir das Spiel leider ohne das Circle-Pad Pro ausprobieren... but who cares? Ich bin ja der Meinung das dieser hässliche dunkle Klumpen im Laden liegen darf... erst wenn ich es zu 100% werde ich es mir zulegen, und das sogar widerwillig, aber das tut hier nichts zu Sache. Soo, also die Steuerung ist so bockig wie eh und je, aber wir alle kennen das ja noch von damals, also könnte dies bloß für Neueinsteiger ein Problem darstellen. Zu den Neuerungen gibt es nur zwei größere zum einen das scannen der Umgebung und zum anderen die Möglichkeit gegnerischen Angriffen auszuweichen. Das Scannen wird ganz traditionell aus der Ego-Perspektive durchgeführt und dient größtenteils als Hilfsmittel um Munition, Kräuter und Spezialzubehör zu finden. Außerdem kann man seine Feinde scannen, was einem auch noch ein weiteres Heilkraut beschafft, was jedoch den Schwierigkeitsgrad meiner Meinung nach sehr vereinfacht. Außerdem hätte ich mir vielleicht mehr erkunden gewünscht, was man gut in Verbindung mit dem Scanner umgesetzt hätte. Aber im Grunde genommen ist die Funktion rundum gelungen und bringt etwas Abwechslung ins Spiel. Die zuvor erwähnte zweite Neuerung ist das Ausweichen. Es gefällt mir wirklich sehr, auch wenn es manchmal einfach nicht funktionieren will. Trotzdem hilft mir die Funktion manchmal schon aus brenzlige Situationen mit vielen Freunden herauszukommen und ich hoffe mal das es diese "Fähigkeit" auch in die nächsten Ableger schafft, dafür aber auch weniger Treffer einstecken kann. Es erhöht die Spielgeschwindigkeit und verbessert den Spielfluss und das hatte die neue Stilrichtung der Serie bitter nötig, was man von dieser verdammten Vereinfachung des Schwierigkeitsgrad nicht sagen kann.

 

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Leider habe ich viel zu selten Munitions- und Krautmangel und das darf doch in einem Survival-Horrorspiel nicht fehlen, oder? Deswegen kann man das Spiel allein schon anhand dieser Tatsache ein Horror-Action(-Adventure) nennen, denn viel Adventure steckt da auch nicht drinne. Dem Shooter-Genre würde ich Resident Evil Revelations nur in allen Passagen, in denen Jill und Parker nicht zusammen spielbar sind, zuordnen was ich echt unglaublich nervig fand, denn Resident Evil war damals Horror und Terror aber keine brachiale Actionorgie. Naja, man kann die Firmenpolitik echt nicht mehr nachvollziehen. Eine weitere Sache die ich aber z.B. von der Idee her super finde, wurde beschissen umgesetzt, nenne ich jetzt mal Upgradesystem. Jede Waffe lässt sich nach Belieben mit Upgrades ausrüsten die man entweder in seiner Umgebung findet, irgendwo in Kisten versteckt sind oder von Gegnern erhält. Es gibt ein breites Spektrum an Upgrades wie Schadenserhöhung, erhöhte Feuerrate sowie die Nachladegeschwindigkeite. Außerdem gibt es noch spezielle Extras die der Waffe Fähigkeiten wie den aufgeladenen Schuss oder eine Erhöhung der kritischen Trefferchance gewähren. Erinnert mich ein wenig an ein RPG, gestaltet das Spiel zudem auch noch individueller, ABER warum so ein hässlicher Kasten zur Verwaltung der Upgrades? Wo bleibt der Händler aus Resident Evil 4? Ich will diesen Kerl endlich zurückhaben, denn man sieht nicht oft einen maskierten Mann im Mantel der darin eine verdammte Bazooka versteckt hat! Erklärt mir mal wer Waffen, Utensilien und Koffer mitnehmen kann... er ist einfach Great!

 

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Previously on Resident Evil...
Resident Evil begann als B-Movie Horror und hat sich erst langsam zu einem Blockbuster-Spiel gemausert, welches vorallem an Resident Evil 5 lag, doch der Horror blieb deswegen auf der Strecke. Bei Revelations scheinen zwei verschiedene Entwicklerteams am Werk gewesen zu sein: Team 1, welches an den alten Teilen gearbeitet hat, und Team 2, dass die jüngsten Ableger abgeliefert hat. Woran erkenne ich das? Ganz klar, an den Abschnitten. Die Jill & Parker-Levels haben im Gegensatz zu den restlichen Levels eine bedrückende und zugleich gruselige Atmosphäre. Finde ich das gut? Klar, aber dann gibt es noch besagtes Team 2 das alles über einen Haufen wirft und das Spiel in eine 08/15-Ballerorgie verwandelt, was meiner Meinung nach auf dem ersten Blick wie eine schlechter Witz daherkommt. Wie kann man nach so einem atmosphärischen ersten Eindruck wieder in alte Verhaltensweisen fallen? Liebe Capcom Mitarbeiter, wen ihr das lest dann tut folgedens: Versucht nicht die alten und die neuen Fans unter einen Hut zu kriegen, der Spagat gelingt euch leider nicht und die gleiche Befürchtung habe ich bei Resident Evil 6. Als Beispiel nehme ich mal die Inszenierung die aus den Actionszenen sehr vorhersehbare Sequenzen macht. Ein Absturz in die Tiefe da, ein paar Gegner aus der Wand dort... Mann, muss das wirklich so aufgezwungen sein? Mir bietet dieses Spiel halt keine signifikanten Neuerungen gegenüber den Vorgängern als auch den anderen Genrevertretern.  Aber anstatt noch seitenlange über den langsamen Innovationsabbau in der Videospielindustrie zu schreiben (vielleicht demnächst in Form eines Specials?) rede ich mal über das Art-Design. Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen, denn man hat keine große Änderungen am standartmäßigen RE-Design gemacht, ich meine es sah immer stimmungsvoll und authentisch aus... dass haben die Leute echt drauf. Aber nicht alles glänzt ist auch Gold und in diesem Fall liegt es am echt einfallslosen Gegnerdesign. Bei der Silent Hill-Serie hat sich das Design leider auch "versimpelt", doch Revelations treibt es auf die Spitze! Fast jeder Gegner sieht gleich aus und unterscheidet sich nur durch die Art seiner Angriffe/Waffen. Are you fucking Kidding me? Schon beim ersten Gameplay Trailer war ich etwas skeptisch, da man dort nur diese hässlichen Klumpen gesehen hat und bis zum Ende hin gibt es nur die Hunde und Hunters die abseits von diesen Blutegellehmklumpen existieren. Schlampige Arbeit die ich von ihnen nach so innovativen Ideen wie dem El Gigante, Dr. Salvador oder den Lickern erwartet hätte. Okay, die Bossgegner sehen noch herrlich abgefuckt aus, aber die Farbe grau ist mir bei allen Gegner viel zu präsent, ansonsten sind sie echt creepy.

 

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Eine wahre AugenEingeweide in 3D

Grafisch gesehen macht Revelations einiges her und nutzt den 3D-Effekt sehr gut aus, dass sogar ohne Migräneanfälle. Sehr saubere Leistung Capcom, technisch gesehen ist euer 2. Resident Evil-Auftritt auf dem 3DS ein wahres Fest und strotz nur so vor tollen Effekten, Charaktermodellen und einer atmosphärischen Soundkulisse bei der sich einem jedes Nackenhaar aufstellt. Außerdem habe ich noch einen kleinen Tipp für alle 3D-Fanatiker. Stellt im Optionsmenü des Spiels den 3D-Regler auf "Sehr stark" damit ihr alles aus dem 3D-Effekt rausziehen könnt.

 

protochrisChris' Fazit:

Nachdem ich das Spiel durchgespielt habe war ich sehr überrascht was Capcom hier so abliefert. Auf dem ersten Blick scheint es echt Hitpotenzial zu haben, aber wenn man gute 5 Stunden gespielt hat schleicht sich die Langeweile ein. Es zieht sich wie ein unglaublich langes Kaugummi und dies liegt einfach an den einfallslosen Actionpassagen. Der Horror wird, wenn er denn präsent ist, wie damals einfach toll zur Schau gestellt aber diese Actionsequenzen ziehen mich leider aus dieser bedrückenden, gruseligen und angsteinflößenden Atmosphäre raus... Warum nur? Capcom, warum hättet ihr nicht einfach diese ganzen Szenen so kurz gefasst wie irgendwie möglich? So 1 Kapitel Action und der rest nur Horror. Bitte macht das bei Resident Evil 6 anders, dann werde ich es mir definitv auch zulegen. Aber um auf Revelations zurückzukommen, es ist ein echt gutes Spiel, aber mehr leider nicht. Am besten einfach mal Gebraucht kaufen, so für nen 20er und schon habt ihr für ca. 10-15 Std. genügend Spaß. Die Hardcore Resident Evil-Fans werden etwas enttäuscht sein, aber der Gelegenheitsspieler wird denke ich mal seinen Spaß damit haben. 

 

Resident Evil Revelations ist für Nintendo 3DS erschienen.

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