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News # Wenn Entwickler Ron Gilbert Monkey Island 3 machen könnte, dann würde er...

http://www.tentakelvilla.de/mi1/monkey.jpgLucas Arts als Entwicklerstudio ist Geschichte. Zeit über die Zukunft zu sinnieren und das macht auch Entwicklerlegende Ron Gilbert, der über die Zukunft von Monkey Island offen nachgedacht hat. Wichtig zu wissen ist, und das unterstreicht Gilbert noch zum Start seines Beitrags, dass er kein neues Monkey Island produziert, produzieren wird oder zu produzieren plant. Es seien lediglich Gedankenspiele, wie ein Monkey Island nach heutigen Gesichtspunkten aussehen könnte.

Monkey Island 3: Kein 3D, aber moderne Grafik

Frohe Kunde gleich vorweg: Nach Gilberts Vision ist ein neues Monkey Island nicht in 3D, sondern im klassischen 2D-Retro-Stil. Das ist gut, denn den 3D-Ausflug hat das Genre bereits hinter sich und noch heute blaue Flecken von den Hieben, die es dafür einstecken musste. Allerdings muss man auf moderne Grafikberechnung nicht verzichten. "Enhanced Low" nennt Gilbert das und wurde durchaus aktuelle Techniken wie Parallaxing, Depth of Field, Warm Glows und Co. einsetzen, um dem Spiel ein modernes Aussehen zu verpassen.

Monkey Island 3: Keine Einsteiger, nur Hardcore

Einsteiger sollten sich besser woanders umsehen, den Gilbert wurde ein Hardcore-Adventure für die heute in der Nische befindlichen Kernzielgruppe machen. Das heißt: kein Hilfesystem, kein Tutorial, keine halbherzigen Rätsel, keine Mainstream-Spielereien, sondern das volle Brett aus den frühen Neunzigern. Frust bei schweren Adventure-Rätseln gehört einfach dazu, so Ron Gilberts Ansicht. Er sei noch heute stolz auf die Mischung und den Schwierigkeitsgrad bei Monkey Island, der noch von Indiana Jones getoppt wurde.

Monkey Island 3: Keine Verben, aber Sprachausgabe

Was Lucas-Arts-Adventures immer auszeichnete, waren die hervorragenden Dialoge, die Teils selbst Rätsel waren, wenn auch keine schweren. Die wären wieder mit von der Partie, wenn man etwa an die Fechtausbildung in Monkey Island 1 denkt oder – zwar etwas stumpfsinnige – aber spaßige Dialog-Klickrästel, bei denen es nach dem dritten Mal doch geht. Niemand habe das besser gemacht als das Team damals und auch wenn es vermessen klingt, könnte Gilbert durchaus Recht haben. Heute würde man allerdings alles fein säuberlich vertonen. Das Verbsystem der Scumm-VM würde Gilbert allerdings wohl endgültig beerdigen und etwas Neues ausdenken. Auf ein Inventar dürfte man sich aber freuen. Ebenso wie den Anschluss an die Story auf dem Jahrmarkt in Monkey Island 2.

http://wac.450f.edgecastcdn.net/80450F/arcadesushi.com/files/2013/03/Ron-Gilbert.jpgMonkey Island 3: Keine Lizenz, aber einen Traum

Eine Nachfolger würde Ron Gilbert sehr gerne produzieren, aber die rechtliche Situation dürfte das kaum zulassen. Die liegen nach wie vor bei Lucas Arts, das heute zu Disney gehört. Ob die ein Interesse an der Lizenzierung haben, ist derzeit kaum absehbar. Dazu würde Gilbert ein kleines Team von rund zehn Leuten zusammenstellen. Das würde dann ein Monkey Island 3 werden, da für Gilbert die Titel nach Monkey Island 2 nicht existieren. Er habe zwar Respekt vor der Arbeit der Entwickler, aber Point-&-Click-Adventures der alten Schule sind das eben nicht mehr. Sollte es jemals zu Monkey Island 3 bei Gilbert kommen und er es bei Kickstarter finanzieren müsste, würde er keine Versprechen abgeben oder Stretch-Goals ansetzen. Es wäre "roh und ehrlich". Das würde auch kaum etwas zur Sache tun, denn eine solche Finanzierung wäre das geringste Problem.

Monkey Island 3: Keine Versprechen, aber ein Meisterwerk

Allerdings sollte man nicht erwarten, dass Gilbert die großen Erwartungen halten kann, die man an ein Monkey Island 3 im klassischen Sinn hat. Das wäre so wie die Erwartungen an Indiana Jones 4. Gilbert würde das Spiel machen, das er machen will und nicht das Spiel, was die anderen von ihm wünschen. Außerdem würde es keine Kommunikation nach außen geben. Einschließen und programmieren. Keine Fütterung des Hype-Raubtiers. "Wenn ihr mich all das machen lasst, dann wird es ein wunderbares Spiel. Vertraut mir!"

 

Quelle: PCgameshardware.de

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