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Ursprünglich, so Kempin, habe man bei Microsoft gar nicht vorgehabt, Sony mit einer selbst entwickelten Videospielkonsole die Stirn zu bieten. Stattdessen sei lange Zeit im Gespräch gewesen, mit Sega einfach den damaligen Hersteller verschiedener Konsolen-Systeme aufzukaufen. Das Unternehmen aus Japan zeichnete sich unter anderem für den Mega Drive und die Dreamcast verantwortlich. Gescheitert sei der Plan aber schließlich an den Zweifeln von Bill Gates bezüglich des Potentials und der Marktmacht von Sega.
"Es gab damals drei Unternehmens, ich glaube es waren Sony, SEGA und Nintendo. Und es gab schon immer Gespräche, SEGA aufzukaufen oder so. Das wurde zwar nie umgesetzt, aber wir hatten tatsächlich irgendwann die Möglichkeit sie etwas lizenzieren zu lassen, das sie Windows CE nannten - der jüngere Bruder von Windows. Das ließen sie auf ihrem System laufen und machten es zu ihrer Plattform. Aber Bill Gates war das nicht genug. Er glaubte nicht, dass SEGA ausreichend Kraft besaß, um Sony stoppen zu können, also haben wir einfach unser eigenes Xbox-Ding durchgezogen."
Ausschlaggebend für die Entscheidung für eine eigene Konsole war offenbar die PlayStation, die Sony quasi an die Spitze des Konsolenmarktes katapultierte:
"Es gab einige Gespräche, aber es wurde niemals wirklich konkret, weil SEGA einfach ein spezieller Fall war. Es ging ja stets nur um Sony und Nintendo, richtig? Und Nintendo hatte damals einige finanzielle Schwierigkeiten, und dann kam Sony mit seiner PlayStation aus der Deckung und Bang! Sie hoben völlig ab und alle anderen liefen hinterher."
Quelle: IGN