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Konami wird Metal Gear Solid: Ground Zeroes (PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360) erstmals für die Next Generation Konsolen auf der Tokyo Game Show (19.09.13 - 22.09.13) zeigen. Das meldet IGN.
Metal Gear Solid: Ground Zeroes soll die Vorgeschichte von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain (PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360) erzählen. Die bislang gezeigten Demos von Ground Zeroes und Phantom Pain liefen mit 30 fps auf einem PC, der technisch auf der aktuellen Konsolengeneration basiert.
Die Next-Gen Versionen sollen hingegen mit 60 fps laufen. Nachfolgend noch einige neue Infos und Eindrücke von IGN, Shacknews und Gamespot.
Infos
- Die Kojima Productions verraten immer noch nicht, wie Ground Zeroes veröffentlicht wird: Befindet es sich auf derselben Disc wie Phantom Pain? Wird Ground Zeroes ein digitales Intro sein, das vor Phantom Pain veröffentlicht wird? Oder wird es als separate Disc im Handel zu haben sein?
- Big Boss rennt, rutscht, klettert und markiert Feinde wie Sam Fisher 2009 in Splinter Cell: Conviction. Doch wie in Metal Gear üblich, gibt's auch Spielszenen mit Stealth, Infiltration, Verhöre, Action, usw.
- Bevor ein Gegner Alarm schlägt, wird eine Taste eingeblendet, die anzeigt, dass man entdeckt wurde. Mit der linken Schultertaste wird jetzt die Zeit "eingefroren", so dass man dem Feind eine Kugel mit der schallgedämpften Knarre in den Kopf schießen oder ihn mit Nahkampf-Attacken ausschalten kann.
- Schnappt man sich einen Gegner und hält ihm ein Messer an die Kehle, kann man ihn verhören.
- Big Boss kann die Waffen seiner Feinde klauen.
- Die Lebensenergie regeneriert sich jetzt automatisch, während sie vorher durch das Einsammeln von Rationen aufgefrischt wurde.
- Big Boss kann Autos stehlen, wobei das nicht unbedingt hilfreich ist: Ein lautes Fahrzeug könnte den Feind alarmieren, während man mit zerschossenen Reifen und nicht weiterkommt.
- Die meiste Zeit ist Big Boss zu Fuß unterwegs.
- Radar, Solid Eye und Bewegungssensoren wurden abgeschafft. Jetzt verfolgt der Spieler mit einem Tablet-ähnlichen Gerät die Bewegungen seiner Feinde. Dazu müssen sie zunächst erfasst werden, indem man durch den "Feldstecher" bzw. das Sichtgerät schaut und sie markiert. Anschließend erscheint ein Symbol über dem Kopf des Feindes, das anzeigt, dass er markiert wurde.
Auf diese Weise lassen sich auch Orte und Aufgaben auf der Karte festhalten. Im Spiel sind dann Symbole auf dem Bildschirm zu sehen, die die Richtung zu diesem Ziel vorgeben.
Eindrücke
- IGN hält Ground Zeroes für einen außergewöhnlichen Splinter Cell-Nachfolger. Die Spielmechanik hat mehr mit Sam Fisher zu tun als mit Solid Snake. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, weil Kojima mit Phantom Pain ein weltweites Publikum ansprechen will.
- Ground Zeroes fügt der Serie zwar viele neue Spielelemente hinzu, doch befindet sich darunter kein einziges, das besonders interessant ist und hevorsticht.
- Kiefer Sutherland als neuer Synchronsprecher von Big Boss raubt dem Charakter etwas Charme, der jetzt auch mehr nach einem ganz gewöhnlichen harten Kerl klingt.
- Insgesamt wirkt das Spiel mit seinen neuen Systemem zugänglicher als Guns of the Patriots mit seinem Hardcore-Spielsystem.
- Es gibt einige Exekutionen der Gegner in Zeitlupe, wobei sich diese Slow-Motion-Szenen für ein Metal Gear sehr ungewöhnlich anfühlen.
- Splinter Cell-Fans werden beim Spielen ein Déjà-vu haben, weil Ground Zeroes sehr wie Conviction ist.
- Big Boss lässt sich insgesamt leichter steuern.
- Obwohl Ground Zeroes auf einem PC lief, dessen technische Daten PS3/Xbox 360 entsprechen, sieht das Spiel absolut unglaublich aus: Die Charakter-Modelle, Spezialeffekte und die offene Spielwelt sehen mehr nach Next-Gen als PS3/Xbox 360 aus; nur ein paar Texturen erinnern daran, dass die Demo auf aktueller Konsolen-Hardware läuft.
- Vieles in Ground Zeroes soll das Spiel zugänglicher machen, doch macht man sich angesichts dessen auch Sorgen darüber, ob Metal Gear dadurch nicht vielleicht seine Seele verloren hat. Shacknews hat das Gefühl, dass Metal Gear mit Ground Zeroes vielleicht zu "Mainstream" geworden ist.
Quelle: Gamefront.de