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Knapp 4 Jahre warten Kinobesucher gespannt auf das Ende der Batman-Trilogie unter der Regie von Christopher Nolan und mit Christian Bale als dunklen Ritter. Dieser Hype um "The Dark Knight Rises" entstand vorallem durch den riesigen Erfolg des Vorgängers. "The Dark Knight" gehört zu einer der erfolgreichsten Comicverfilmungen aller Zeiten, was nicht nur an der grandiosen Performance des Jokers, sondern auch an dem tollen Drehbuch und den fantastischen Kompositionen von Hans Zimmer liegt. Aber wie sieht es nun mit der Auferstehung des dunklen Ritters aus? Schafft er es den Vorgänger zu überflügeln oder stürzt die Fledermaus ab?
Story
8 Jahre sind seit den furchtbaren Ereignissen mit dem Joker und dem Tod Harvey Dents vergangen. Bruce Wayne (Christian Bale) hat sich seitdem in seinem Haus verkrochen und seitdem er die ganze Schuld von Harvey Dent auf sich genommen hat existiert der Fledermausmann nicht mehr. Seine Firma steht vor dem Ruin und alles was er nurnoch hat ist sein Haus und Alfred (Michael Caine). Doch als die junge Selina Kyle (Anne Hathaway) alias Catwoman eine alte Perlenkette seiner Mutter klaut erwacht Bruce wieder zum Leben und versucht herauszufinden wo sie ist und weshalb sie gerade ihn bestohlen hat. Währenddessen hat die Polizei von Gotham einige Probleme mit diversen Untergrundgangs und ihrem Anführer Bane (Tom Hardy), dessen Wahn nach Zerstörung und Freiheit der Bürger von Gotham jedes Mittel Recht ist. Doch schafft es Batman Selina Kyle zu schnappen, Bane zu stürzen und das Gleichgewicht in Gotham City wiederherzustellen?
Chris meint:
"The Dark Knight Rises" ist ein sehr brisantes Thema zurzeit, sei es in den Medien wegen des Amoklaufs in Colorado oder unter den Kritikern die den Film nahezu auseinandernehmen. Ich will aber den Amoklauf nicht weiter thematisieren, denn dieser hat absolut nichts mit dem Film zu tun. Ich muss aber vorweg sagen, dass ich "Batman Begins" und "The Dark Knight" erst Jahre später auf DVD nachgeholt, deswegen schwamm ich nicht auf der Hype-Welle die die beiden Filme mit sich brachten mit. Was ich aber weiß ist das Christopher Nolan mit Christian Bale den wohl eindrucksvollsten und besten Batman erschaffen hat den es in allen Realverfilmungen gibt. Bale konnte Bruce Wayne/Batman genauso darstellen wie er sein sollte. Er war düster, introvertiert und vorallem ein Held den man verletzen kann (sowohl psychisch als auch physisch), was man vorallem am Anfang von Teil 1 und gegen Ende des 2. Teils gesehen hat. Im dritten und letzten Teil der Batman-Trilogie hat Nolan jedoch versucht Batman bis an seine
Grenzen zu bringen und sie sogar zu übersteigen. Ihm wird vieles abverlangt, körperlich als auch psychisch und gerade das konnte Nolan perfekt in Form von Bane umsetzen. Nein, Bane ist nicht so übermenschlich muskolös wie in den Comics wo sein Körper schon die halbe Seite einnimmt, er wirkt eher wie ein menschlicher Fleischklumpen. Tom Hardy ist wirklich eine sehr gute Wahl gewesen, denn der gute Mann konnte schon in Warrior zeigen wie viel Respekt seine Präsenz schon darstellt. Viele sind der Meinung, dass Bane gerade deswegen nicht mehr so angsteinflößend auf Batman wirken kann und er eher wie ein etwas zu groß geratener Gangster mit einer Maske aussieht, aber ich fand Bane sehr passend in dieser Rolle da er hier einfach realistischer rüberkommt. Natürlich ist es noch Fiktion, aberNolan hat ein Universum erschaffen welches noch sehr viel Bodenständiger ist als die Interpretationen von Tim Burton. Keine außergewöhnliche Fähigkeiten, keine Superkräfte, nur die bittere Realität in einer depressiv wirkenden Welt. Somit kommen wir mal zu der nächsten Gegenspielerin und zwar Catwoman, die mich am meisten überrascht hat. Sie ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch verdammt gefährlich und sie schreckt vor absolut nichts zurück, seien es Lügen oder Mord. Wo wir gerade bei Mord sind, ich war etwas enttäuscht das der Film ziemlich entschärft wirkt. Warum sehe ich keine Szene in der Bane jemandem den Kopf zertrümmert? Wieso werden in den Schiesserein keine Leute wirklich umgebracht sondern sie fallen stumpf zu Boden und wirken wie eingeschläfert? Ob es wirklich Nolans Wunsch war das 12er Rating anzustreben oder ob man ihn dazu gezwungen hat um mehr Geld einzunehmen weiß ich nicht, aber Fakt ist das ich vom Gewaltgrad des Films etwas enttäuscht bin. Könnte man den vermeidlichen Leichen nicht auch Blutflecken auf die Kleider spritzen lassen oder könnte man Bane nicht noch rücksichtsloser und grausamer erscheinen lassen? Wenn er jemandem das Genick bricht dann wirkt es anfangs noch ziemlich hart, später dann jedoch sehr einstudiert (von beiden). Genau das gleiche gilt für die Synchrostimme die ziemlich... beschissen klingt.
Wer hat diese deutsche Synchronstimme ausgewählt? Bane hat halt eine Maske auf, aber er hat so eine hohe Stimme das es mich schon echt ankotzt. Ich bin gespannt wie der gesamte Film in der Original Version wirkt, denn die deutsche Version werde ich mir bestimmt nicht nocheinmal antun, Chance vertan Herr Synchronsprecher. Es gibt wirklich noch soviel zum Film zu sagen, aber ich denke mal ich beende das ganze mal mit einem kurzen Fazit.
Alle Fans können sich auf einen tollen Abschluss der Reihe freuen der wohl nicht an die Brillianz des Vorgängers herankommt, aber die Geschichte zu einem zufriedenstellenden Ende bringt. Wer seine Erwartungen an den Film also nicht bis ins Weltraum schraubt der wird sicher nicht enttäuscht werden und kann die letzten 20-30 Minuten voller Gänsehaut durchstehen bis es zum Grande Finale geht. Christopher Nolan hat die Trilogie nun beendet und ich bin genauso zufrieden mit ihr wie ich es mit Sam Raimi´s Spider Man-Trilogie bin. Der erste ist ein toller atmosphärischer Einstieg in die Welt des Helden, der zweite Teil schafft die perfekte Balance zwischen Action und Story, der dritte Teil legt nochmal ne Schippe Action drauf und erschafft damit ein fast perfektes Ende einer Trilogie.